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Bald 100 Jahre: Singapore Sling

Von: am 20. Oktober 2014

Raffles Hotel Singapore - Singapore Sling with PeanutsWir schreiben das Jahr 1915. In der Long Bar im Raffles Hotel in Singapur erfindet ein Bartender mit dem schier unaussprechlichen Namen Ngiam Tong Boon einen Cocktail mit Cherry Brandy, Gin und Fruchtsäften: den Singapore Sling. Was diesen Klassiker charakterisiert, wie er genau gemixt wird und warum wir ihn mal wieder kosten sollten, dazu hier mehr …

Spätestens nächstes Jahr steht sein großes Jubiläum bevor: der Singapore Sling feiert seinen hundertsten Geburtstag! Ursprünglich wurde er schlicht Gin Sling genannt – nach dem amerikanischen Sling, der traditionell mit einer Spirituose, Zucker und Wasser gemixt wird. Nun, der Singapore Sling ist um einiges raffinierter … Irgendwann um das Jahr 1915 herum mixte Ngiam Tong Boon, der aus dem südchinesischen Meer nach Singapur kam, den ersten seiner Art: Der Longdrink besteht aus 3 cl Gin, 1,5 cl Kirschlikör, Dom Benedictine und Triple Sec zu je 0,75 cl, 2 cl Ananassaft, 1,5 cl Limettensaft und 1 cl Grenadine. Abgespritzt mit einem Dash Angostura und dekoriert mit einem Stück Ananas und einer Kirsche ist er vollendet: der Original Singapore Sling aus dem Raffles Hotel in Singapur!

Ebenso wird der legendäre Klassiker dort heute noch immer serviert. Sein Genuss in der rustikalen Long Bar gilt als „Initiationsritus“ für Weltenbummler, lässt sich auf der Cocktailkarte lesen. Quer durch die Jahreszeiten gibt es in der Long Bar auch eine stattliche Reihe weiterer Slings: den Spring, Summer, Autumn und Winter Sling, einen Tropical Sling, den Courtyard Sling und last but not least den Sling 1887 mit Campagner. Das Original bleibt der Singapore Sling von Ngiam Tong Boon, ein ehrlich fruchtiger Cocktail, der köstlich erfrischend schmeckt.

Singapur übrigens – zu Boons Zeiten britische Kronkolonie und wichtiger Umschlagplatz für den Warenverkehr zwischen China und Europa – ist ein Land der Verbote. Für Graffiti setzt es Prügel mit dem Rohrstock, wer Müll oder Zigarettenkippen auf die Straße wirft, muss zum Beispiel mit einer neonleuchtenden Weste den Strand sauber machen … Am skurrilsten: das Kaugummiverbot, das von 1992 bis 2004 bestand. Die Stadtväter waren 1992 der Meinung, Kaugummi verschmutze die Stadt und schließlich hatte gerade ein achtlos in die U-Bahn-Tür geklebtes Kaugummi für eine Verspätung im sonst tadellos pünktlichen öffentlichen Nahverkehr gesorgt … Das Verbot wurde zwar 2004 gelockert, aber noch heute muss jemand, der in Singapur Kaugummi kauft, ein Arztrezept und seinen Personalausweis vorlegen …

Zum Glück gibt kein Verbot von Alkohol. Das heißt, wir können uns getrost einen leckeren Singapore Slings im Raffles bestellen. Danke Ngiam Tong Boon, dessen Namen wir endlich aussprechen können! Cheers!

Und so mixen die Cocktailexperten der Bols Bartending Academy den Singapore Sling:

Singapore Sling

Zutaten:
  • 1,5 cl Cherry Brandy
  • 0,75 cl BOLS Grenadine
  • 6 cl Gin
  • 0,75 cl D.O.M. Bénédictine
  • 2,25 cl Orangensaft
  • 1,5 cl Frisch gepresster Limettensaft
  • 2 Dashes Angostura Bitters
Glas:

Longdrink

Zubereitung:

Alle Zutaten mit einem Dash Angostura und Eis shaken, in ein mit Eis gefülltes Longdrink Glas abseihen. Top up mit Sodawasser und 0,1 cl BOLS Cherry Brandy.

Garnitur:

Mit einem Zitronenschnitz garnieren.

 


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