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Glänzender Auftritt: Der Silberbecher!

Von: am 12. September 2014

Georgia_Mint_Julep_kleinEs ist nicht alles Gold, was glänzt, doch er glänzt als weißestes Metall von allen mehr als Gold: der Silberbecher! Wird ein eiskalter Mint Julep in ihm serviert wird, bilden sich außen am Silberpokal die charakteristischen Kondenstropfen. Was für ein Trinkerlebnis für Auge, Haptik und Gaumen! Wann der Silberbecher in Mode kam und warum er magnetische Anziehungskraft besitzt? Einige Fakten zur Geschichte des Silberbechers …

Seit dem 5. Jahrtausend vor Christus ist das Edelmetall Silber dem Menschen bekannt. Goten, Germanen, Griechen, Römer … alle Völker liebten das weißglänzende Metall, und zeitweise war es sogar wertvoller als Gold. Als Zahlungsmittel kam Silber zwar Ende des 19. Jahrhunderts aus der Mode, als edler Stoff für feines Tafelgeschirr ist seine Attraktivität jedoch bis heute ungebrochen. Vielleicht auch deshalb, weil Silber bakterizid und fungizid wirkt, will heißen: Silber bringt Bakterien und Pilzsporen um die Ecke. Als Inhaltsstoff von Pflastern, Desinfektionsmitteln und sogar Universalantibiotikum dient es in der Medizin.

Außerdem hat Silber, das einzige Metall, das Werwölfe töten kann, von allen Metallen die höchste thermische Leitfähigkeit. Es leitet Wärme und Kälte am besten, womit wir bei der Eigenschaft angekommen wären, die für Cocktailliebhaber die wichtigste ist: Becher aus Silber nehmen die Temperatur eines Getränks so schnell an wie kein anderes Gefäß.

Stellen wir uns dann noch vor, der Silberbecher ist vorgekühlt, steht dem eiskalten Cocktail-Vergnügen nichts mehr im Wege. Gerade an einem heißen Juliabend in den amerikanischen Südstaaten irgendwann im 18. Jahrhunderts war diese Erfrischung gewünscht: Die Legende besagt, die Brüder einer geheimen Loge mixten sich einen Drink, der ganz im Zeichen des Sternzeichens Krebs stand: das hinzugehörige Metall ist Silber, der Aromastoff Minze. Addieren wir dann noch Bourbon Whiskey hinzu, so ist der Mint Julep geboren, der Cocktail der traditionell im Silberbecher serviert wird!

Wird der Drink in einen vorgekühlten Silberbecher gegeben, beginnt der bei Raumtemperatur sofort vornehm zu „schwitzen“. Damit die kleinen Kondenstropfen für’s Auge erhalten bleiben, sollte der Silberbecher beim Servieren nur unten berührt werden … Wie wäre es also mit einem feinen Julep Martini mit BOLS Peppermint? Im Silberbecher serviert, ist er schlicht die Krönung des Cocktailgenusses! Cheers!

Kreiiert wurde dieser Cocktail übrigens von Cocktailguru Philip Duff, der dafür eine Goldmedaille verdient hätte, eine olympische, aber ach: die besteht zu 92,5 Prozent aus Silber, sie ist nur vergoldet.

Julep Martini

Zutaten:

1,5 cl BOLS Peppermint

3,5 cl Bourbon Whiskey

1 Esslöffel Zucker

Zubereitung:

Alle Zutaten auf Eis im Shaker shaken, bis der Zucker aufgelöst ist, in einen vorgekühlten Silberbecher abseihen. Einen Minzezweig weichklopfen, um die Aromen freizusetzen.

Glas:

Silberbecher

Dekoration:

Minzezweig


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